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Pubertätsentwicklung
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Bei Mädchen beginnt die Pubertätsentwicklung durchschnittlich im Alter von 11 Jahren mit der Entwicklung der Brust, dem Wachsen der Schambehaarung und einer Beschleunigung des Wachstums. Mit 13 Jahren tritt in der Regel die erste Periode ein, mit 15 Jahren ist das Wachstum abgeschlossen, und die fruchtbaren Zyklen werden häufiger, was sich an einem regelmässigen Menstruationszyklus zeigt.
Bei Knaben beginnt die Pubertät im Durchschnitt mit 13 Jahren (2 Jahre später als bei Mädchen) mit der Vergrösserung der Hoden und dem Wachsen der Schambehaarung. Mit 14 bis 15 Jahren erreicht die Pubertät ihren Höhepunkt, die Wachstumsgeschwindigkeit ist maximal, der Stimmbruch und der erste Samenerguss treten ein. Mit 17 Jahren sind Wachstum und Pubertätsentwicklung in der Regel abgeschlossen.
Als zu früh und damit abklärungs- und möglicherweise behandlungsbedürftig gilt bei Mädchen der Eintritt der Pubertätsentwicklung vor dem 8. und bei Knaben vor dem 10. Geburtstag. Zu spät gilt bei Mädchen, wenn bis zum 13. Lebensjahr keine Anzeichen einer Brustentwicklung vorhanden sind oder wenn nach dem 15. Lebensjahr die erste Periode noch nicht eingetreten ist. Bei Knaben zeigen sich die ersten Zeichen der Pubertätsentwicklung diskreter. Wenn aber bis zum 16. Geburtstag keine sichtbare Pubertätsentwicklung in Gang gekommen ist, wäre eine Untersuchung ratsam.
Vor allem Knaben, die sich zu spät entwickeln, leiden oft unter der Verzögerung, weil sie mit 15 Jahren noch kindlich aussehen und deshalb auch häufig gehänselt werden. Es ist wichtig zu wissen, dass es für so genannte Spätentwicklerinnen und Spätentwickler einfache Behandlungsmöglichkeiten gibt, um die verspätete Pubertäts- und damit auch die Wachstumsentwicklung zu beschleunigen.
Unabhängig von Fragen rund um das Wachstum und körperliche Veränderungen stellt die psychische Entwicklung der Adoleszenz für die Jugendlichen und ihre Eltern eine grosse Herausforderung dar. Nicht selten ist hier eine fachpsychologische Aufklärung und Beratung sehr hilfreich.
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