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Hintergrund
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Wir bewegen uns immer weniger und unsere Leistungsfähigkeit nimmt ab. Die körperliche Leistungsfähigkeit der Rekruten bei der Aushebung und andere Fakten zeigen, dass wir uns erstens weniger bewegen und zweitens weniger leistungsfähig sind als früher.
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Langsamer und weniger weit: LINKS: Durchschnittliche Leistung an der 5-Meter-Kletterstange bei der Rekrutenaushebung, in Sekunden. RECHTS: Durchschnittliche Leistung im 12-Minuten-Lauf bei der Rekrutenaushebung, in Meter.

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Unerwünschte Folgen für Kinder und Erwachsene
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- Zunahme Fettgewebe
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- Abnahme Muskelmasse
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- Abnahme Knochendichte
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- Motorische Probleme
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- Haltungsschäden
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- Veränderung der Blutfette
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- Übergewicht
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- Osteoporose
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Vor hundert Jahren war alles anders: Um Essen zu können, brauchte es körperliche Arbeit, die wiederum zu Hunger führte. Das Überangebot heute lässt uns immer essen, wann immer wir Hunger haben und ohne dafür körperliche Arbeit verrichten zu müssen.

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Steuerung der körperlichen Aktivität
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Wann und wieviel wir uns bewegen wird von äusseren Faktoren bestimmt. Ein Bergbauer muss sich mehr bewegen als jemand, der im Büro arbeitet; ein überfüllter Terminkalender verhindert, dass wir uns regelmässig bewegen; in städtischer Umgebung ist der Bewegungsraum häufig eingeschränkt. Körperliche Aktivität wird aber nicht nur von äusseren Faktoren bestimmt: unser Körper verfügt auch über eine innere Steuerung. Ein Beispiel dafür ist der Spieltrieb beim Kind. Mit unseren bereits oben erwähnten Forschungsarbeiten konnten wir zeigen, dass sich behinderte Kinder, die alle die gleiche genetische Störung aufweisen spontan mehr bewegen, wenn sie täglich unter Anleitung 5-10 Minuten trainieren. Diese Arbeit konnten wir im Journal of Pediatrics, in einer der renommiertesten wissenschaftlichen Zeitschriften für Kinderheilkunde publizieren.
Bei Erwachsenen scheint die körperliche Aktivität anders reguliert zu sein als beim Kind. Verschiedene unabhängige wissenschaftliche Studien zeigen, dass jemand, der während einer kurzen Zeit eine hohe Leistung erbringt (z.B. eine Stunde im Krafttraining), in den Stunden danach seine Aktivität automatisch etwas erniedrigt, so dass die Aktivität über den ganzen Tag verteilt, konstant bleibt. Mit anderen Worten heisst das, dass sich Erwachsene nach einem Training kompensatorisch weniger bewegen.
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Fazit
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Die Lust auf Bewegung wird bei Kindern anders reguliert als bei Erwachsenen.
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