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Small for Gestational Age (SGA)

Die Abkürzung SGA steht für "small for gestational age". Unter SGA-Kindern versteht man also Kinder, welche bei Geburt für die Schwangerschaftsdauer untergewichtig und/oder mit einer zu kleinen Geburtslänge zur Welt kommen ("Mangelgeburt"). Für die Beurteilung, ob ein Geburtsgewicht und/oder eine Geburtslänge ungenügend sind, werden Normtabellen und Normkurven herbeigezogen. Man spricht in der Regel von SGA, wenn die Grösse und/oder die Länge im untersten 10%-Bereich für Kinder der gleichen Schwangerschaftsdauer liegen. Bei einem am errechneten Termin geborenen Mädchen oder Knaben heisst dies leichter als etwa 2.8 kg und kleiner als etwa 47 cm.



 

Seit einigen Jahren weiss man, dass Gewicht und Länge bei Geburt einen Einfluss auf die späteren Entwicklungen, bis ins Erwachsenenalter haben können. So konnte gezeigt werden, dass bei Geburt untergewichtige Kinder als Erwachsene häufiger übergewichtig sind, einen hohen Blutdruck aufweisen und häufiger einen Altersdiabetes entwickeln.

Die meisten SGA-Kinder zeigen in den ersten zwei Lebensjahren ein Aufholwachstum. Es ist jedoch bekannt, dass etwa 10% dieser SGA-Kinder weder in den beiden ersten Lebensjahren noch später ein Aufholwachstum zeigen. Dies ist gleichbedeutend damit, dass sie als Erwachsene deutlich kleiner sind, als dies der Familienrahmen erwarten liesse. In den letzten Jahren konnte klar gezeigt werden, dass solche Kinder dank einer rechtzeitig einsetzenden Behandlung mit Wachstumshormon eine normale Erwachsenengrösse erreichen können und auch eine Verbesserung der Blutfette, der Körperzusammensetzung und der Knochendichte zeigen. In den Ländern der EU ist die Wachstumshormonbehandlung für SGA-Kinder, die bis zum Alter von vier Jahren kein Aufholwachstum zeigen, seit 2003 registriert und wird eine in der Regel von den Krankenkassen übernommen. In der Schweiz gilt die Wachstumshormonbehandlung dieser Kinder zwar als eine durch die staatlichen Behörden akzeptierte anerkannte Behandlungsmethode, es ist aber noch nicht geregelt, unter welchen Umständen und durch welche Kasse (IV oder Krankenkasse) die Kosten dafür übernommen werden.


Silver-Russel-Syndrom

Es wird heute davon ausgegangen, dass das Silver-Russel-Syndrom in den meisten Fällen eine Variante des SGA ist, wobei zum Kleinwuchs und Untergewicht in der Regel auch eine Asymmetrie der beiden Körperhälften beobachtet wird.



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